Leben und Gesundheit

Zahnverfärbungen nachhaltig vorbeugen 

Zahnverfärbungen © karuka - Fotolia.comDas makellose Blitzen strahlend weißer Zähne bei einem unwiderstehlichen Lächeln macht sofort sympathisch. Gelten doch schöne weiße Beißerchen als der Inbegriff von Jugend, Gesundheit und Attraktivität. Leider haben es aber zahlreiche Genussmittel und sogar einige Medikamente in perfider Weise auf die jungfräuliche Unbeflecktheit des menschlichen Gebisses abgesehen. Natürlich kann man mit seinen verfärbten Zähnen zum Zahnarzt gehen, und sich im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung oder gar eines Bleaching das Leuchten zwischen den Lippen zurückgeben lassen. Doch schonender, billiger und vor allem einfacher ist es, dem Gilb in der Mundhöhle erst gar keine Chance zu lassen. Dazu muss man natürlich wissen, welches die hauptsächlichen Ursachen von alltäglichen Zahnverfärbungen sind, und was man schon im Vorfeld intelligent dagegen unternehmen kann.

Rotwein

Der Genuss eines guten Glases Rotwein wärmt nicht nur Magen und Seele, sondern gilt inzwischen auch als anerkanntes Mittel der Gesundheitspflege für Gourmets. Leider liefert Rotwein aber auch die besten Voraussetzungen dafür, außerordentlich hartnäckige Flecken zu erzeugen - sowohl auf weißen Hemden als auch auf weißen Zähnen. Davon wissen gestresste Hausfrauen und abgeklärte Dentisten verschiedene Lieder zu singen.

Tipp: Konsequent auf Weißwein oder Rosé umsteigen, und den kräftigen Roten sauber aus der Hausbar verbannen. Wer nicht unbedingt auf den Cent achten muss, kann auch weiß gekelterten Rotwein für sich entdecken. Oder, wie der Franzose es formuliert: Blanc de Noirs. Das ist durchaus kein Paradoxon, denn die Farbpigmente der roten Weintrauben sitzen samt und sonders in der Schale, während das Fruchtfleisch dieses Edelobstes farblos ist. Wird der Wein also aus Trauben gemacht, die zuerst sorgsam von ihren Schalen befreit wurden, dann dürfen Gaumen und Zähne gleichermaßen beim Genuss strahlen. Natürlich kann man auch ganz auf den geistig gefärbten Genuss verzichten, und sich stattdessen Präparate besorgen, die den Extrakt von rotem Weinlaub beinhalten. Das ist dann zwar kein geschmackliches Glanzlicht mehr, aber die Gesundheit wird es dafür umso mehr danken.

Kaffee und Tee

Junge Frau trinkt Kaffee © Zlatan Durakovic - Fotolia.comDiese beiden köstlichen und beliebten Muntermacher sind von einer geradezu unheimlichen Färbekraft. Wer viel Kaffee oder viel schwarzen oder grünen Tee trinkt, der kann den unschönen Zahnverfärbungen buchstäblich beim Wachsen zuschauen.

Tipp: Kaffee und Tee grundsätzlich mit reichlich Milch trinken. Denn die Milch bindet die kraftvollen Pigmente bereits in der Tasse eng an sich, und lässt sie auch im Mund nicht wieder los. So werden die unerwünschten Färbe-Effekte drastisch abgeschwächt bis vollständig vermieden. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich frische Milch oder Kondensmilch ins aromatische Heißgetränk mischt. Hauptsache, die dampfende Flüssigkeit sieht appetitlich hell aus. Bei Kaffee hat man dann sogar noch den Vorteil, dass die Milch die Säure bindet, was insbesondere empfindliche Mägen sehr zu schätzen wissen.

Rauchen

Der berühmte blaue Dunst macht weder vor Gardinen noch vor Raucherzähnen halt. Vor allem bei starken Rauchern verändert sich dabei die Farbe der Zähne im Laufe der Zeit vom klassischen Weiß zunächst in einen Eierschalfarbton, um dann schließlich mit dem satten Gelb von dunklem Bernstein zu wetteifern. Natürlich kann man diesem unerwünschten Farbenspiel mit dem Einsatz von spezieller Raucherzahnpasta entgegenwirken. Doch viele dieser Produkte sind recht abrasiv, was dem Zahnschmelz auf Dauer gefährliche Verluste einbringt. Und ein lädierter Zahnschmelz lebt nicht nur gefährlicher - er neigt aufgrund seiner aufgerauten Oberfläche auch dazu, schneller und kräftiger wieder zu vergilben. Ein verqualmter Teufelskreis.

Tipp: Wer mit dem Rauchen nicht aufhören kann oder mag, sollte auf E-Zigaretten umsteigen. Die erzeugen nämlich keinen schmutzigen Rauch, sondern einen farblosen Dampf. So kann man sich sein Nikotin in der individuell angestrebten oder benötigten Dosierung ganz genüsslich (und auch ziemlich stylisch) zuführen, ohne seine Zähne deswegen permanent umfärben oder abschmirgeln zu müssen.

Mundwasser

Leidet man an Parodontitis und Gingivitis, will man diese schmerzhaften Übel natürlich so schnell wie möglich loswerden. Und auch der gefürchtete Zahnbelag soll sich am besten erst gar nicht bilden können. Hier versprechen medizinische Mundwässer erlösende Abhilfe, und sie halten dieses Versprechen auch durchaus ein. Doch wenn der Erfolg auf dem Einsatz der halogenorganischen Verbindung Chlorhexidindigluconat beruht, dann bezahlt man die Mundgesundheit leider mit hässlich verfärbten Zähnen.

Tipp: Wenn es medizinisch vertretbar ist, sollte man grundsätzlich auf Mundspülungen verzichten, aus deren Namen oder aus deren Zutatenliste eine "Chlorhex" hervorblinzelt. Denn diese Chemikalie färbt nicht nur Zähne und Zunge abstoßend dunkel ein, sondern kann auch den Geschmackssinn beeinträchtigen und der Mundschleimhaut übel zusetzen. Mit dieser Chemo-Kanone sollte man also keinesfalls auf Spatzen schießen.